06.09.2010 / Mannschafts-Europameisterschaft Seniorinnen
Schottische Seniorinnen sind Team-Europameister
Das schottische Team von Kapitänin Pamela Williamson hat die Mannschafts Europameisterschaft der Seniorinnen gewonnen.
In einem spannenden Finale besiegten die Schottinnen ihre
Nachbarn aus England mit 3 zu 2 Punkten. Im Spiel um Platz drei setzte
sich die Schweiz gegen Irland durch und sicherte sich die
Bronzemedaille. Das deutsche Team belegte Rang sieben. Die European
Senior Ladies Team Championship wurde vom 31. August bis 4. September
2010 im im A-ROSA Scharmützelsee Sporting Club Berlin in Bad Saarow
ausgetragen.

Das Finale zwischen den Nachbarnationen Schottland und England war an
Spannung kaum zu überbieten. Abwechselnd gingen je zwei Punkte an beide
Kontrahenten. Das fünfte Match musste die Entscheidung bringen. Am 17.
Grün hatte die für Schottland spielende Anne Ryan die Nase vorn und
lochte ihren Ball zum Matchgewinn und damit zur Goldmedaille unter
großem Jubel ihrer Mannschaftskolleginnen ein. Vorjahresdritter
England war zwar als Favorit ins Rennen gegangen, nachdem es sich in den
beiden Zählspielrunden deutlich als beste Nation qualifiziert hatte.
Doch Schottland zeigte ab dem dritten Tag seine Matchplay-Stärke. Im
Viertelfinale warfen die Highland-Ladies Titelverteidiger Deutschland
aus dem Rennen, im Halbfinale besiegten sie Irland. Für die Schottinnen
Heather Anderson, Lorna Bennett, Fiona de Vries, Anne Ryan, Mary Smith
und Moira Thompson ist es die erste Goldmedaille im Seniorinnen-Team,
die Engländerinnen belegen nach 2006 und 2007 nun zum dritten Mal den
zweiten Platz.

Im kleinen Finale setzte sich die Seniorinnen-Mannschaft aus der
Schweiz durch. Mit 3 zu 2 Matchpunkten besiegten sie Irland. Nachdem die
Eidgenössinnen die Qualifikation als fünfte abgeschlossen hatten,
gewannen sie ihr Viertelfinale gegen Schweden, verloren aber am nächsten
Tag im Halbfinale gegen England. Mit dem dritten Platz in diesem Jahr
holten sich die Schweizerinnen nun zum ersten Mal eine
Seniorinnen-Medaille bei der Team-Europameisterschaft.
Deutschland auf Rang sieben
Das deutsche Team um Kapitänin Beate-Michaele Muß hatte als
Titelverteidiger und Gastgeber der Europameisterschaft eine Medaille im
Visier. Bestens vorbereitet qualifizierten sich Karin Gumpert (G&LC
Köln), Sabine Boeder (Golfresort Bad Griesbach), Uschi Beer
(Düsseldorfer GC), Tessa Oldenbourg (GC Wörthsee), Dagmar Lehmann (GC
Gifhorn) sowie Cornelia Schmidt-Stützle und Sabine Blecher (beide
Stuttgarter GC Solitude) auf dem dritten Platz sicher in der ersten
Gruppe. Sabine Blecher erzielte dabei mit 72 Schlägen (Par) die beste
Runde dieser Europameisterschaft. Doch der Medaillentraum wurde schon im
Viertelfinale durch den späteren Sieger Schottland beendet. In einem
äußerst knappen Match mussten sich die Deutschen geschlagen geben
und waren damit aus dem Titelrennen. Aber auch in der zweiten
Lochspielrunde konnten die Titelverteidigerinnen nicht ihre Stärken aus
den Vorrunden ausspielen und hatten das Nachsehen gegen Frankreich. Doch
trotz der beiden Niederlagen motivierten sich die deutschen Seniorinnen
für ihr letztes Spiel gegen Spanien. Mit frühen drei Punkten und dem
Gesamtergebnis von 4 zu 1 war der Sieg dann auch deutlich und
Deutschland sicherte sich somit den siebten Rang.
Zwei Hole-in-Ones
Was nur selten passiert, sollte bei dieser Europameisterschaft gleich
zweimal vorkommen. Am siebten Loch des Arnold-Palmer-Platzes schoss
Rozalyn Adams (England) ein Ass in der erster Qualifikationsrunde. Doch
schon zwei Tage später gelang dieser Wunderschlag auch der Italienerin
Alessandra Zoboli an gleicher Stelle. Da das gastgebende Sport & Spa
Resort A-ROSA Scharmützelsee seit letztem Jahr jedem
Hole-in-One-Schützen ein Tourbag und einen Driver verspricht, kamen
auch diese beiden Europameisterschaftsteilnehmerinnen in den Genuss
dieser besonderen Geschenke.
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