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Training: GOLFselect Manfred Stölting

Interview mit Manfred Stölting von GOLFselectInterview mit Manfred Stölting von GOLFselect
Mehr Schlägerkopfgeschwindigkeit - mehr Länge
Hier geht um „das Herzstück im Golfschwung“, dort wo die Power entsteht, die selbst zierliche Golfladies in die Lage versetzt, weiter zu driven als so mancher männliche Athlet.



Wie machen die das nur? Können wir Amateure das auch lernen? „green-news.eu hat hier interessiert nachgefragt, denn welcher Golfer hättte keine Freude daran, den Ball zu treffen wie die Profis…

 


green-news.eu: Herr Stölting, wie sind Sie auf die Idee gekommen, Power Workshops zu veranstalten und was muss man sich darunter vorstellen? Kann jeder danach den Ball weiter schlagen?
 

Manfred Stölting: Nun, angeregt dazu wurde ich vor ca. 2 Jahren, als ich über das Buch von Thomas Zacharias stolperte, Golfprofis schwingen nicht – sie schlagen. Ein spontaner Kontakt zum Autor führte dann zu der Idee, seine Erkenntnisse in Seminaren oder Workshops zu präsentieren. Sein Ansatz ist, dass die meisten Golfer nur wage oder sogar falsche Vorstellungen davon haben, welches die wahren Kraftquellen im Golf sind. Damit ein Golfball fliegt - weit fliegt - muss der Schlägerkopf nun mal mit hoher Geschwindigkeit auf den Ball treffen. Und das möglichst im richtigen Eintreffwinkel und mit gerader Schlagfläche (square).


GOLFselect Kraktquelle GolfmuskelWo aber wird die Kraft entwickelt, die den Schläger beschleunigt?
Wo beginnt dieser Prozess und an welcher Stelle genau kommt die Power in den Schwung? Welche Rolle spielt dabei der Körper mit Rumpf und Beinen, welche Bedeutung haben die Arme und Hände? Um es kurz zu machen, Zacharias hat – bestätigt auch durch die PGA Germany – in lobenswerter Klarheit beleuchtet, wie und wo Kraft sowohl durch den Aufbau von Muskelspannung als auch in der Folge als freigesetzter Reflex ( Biomechanik) ins Spiel kommt. Hier wurde also deutlich, welches die wahren Kraftquellen sind und welche nur unwichtiges Beiwerk. Die Erkenntnis, dass unzählige ambitionierte Golfer, wie auch ich selbst, jahrelang auf der Suche nach der wahren Kraftquelle auf dem falschen Weg waren, immer wieder hoffend, dass irgendwann einmal der Knoten platzt, die Schläge an Länge zunehmen, hat mich dann veranlasst, mich intensiv mit dem „Herzstück des Golfschlages" zu beschäftigen. Und das ist nun mal der Punkt, an dem das Gaspedal im wahrsten Sinne des Wortes nach unten gedrückt wird.


green-news.eu: Der Kern und Inhalt der GOLFselect Power Workshops ist also die detaillierte Darstellung des Ablaufes eines professionellen Golfschlages?

Interview mit Manfred Stölting von GOLFselectManfred Stölting: Ja, aber dabei werden die einzelnen Elemente wie Körper, Arme und Hände in ihrer Funktion dargestellt und dann aber im Detail auf ihre wahre Bedeutung und ihren Beitrag an der Erzeugung von Schlägerkopfgeschwindigkeit untersucht und bewertet. Lag, Release und Timing sind die Hauptbegriffe, um die sich im Workshop alles dreht. Und genau das ist es auch, was den Unterschied ausmacht zwischen den Hobbygolfern und den Profis. Will man sein Spiel merklich verbessern, so geht das nur mit dem Verständnis der genannten Schlüsselbegriffe. Und dann klappt ’s auch garantiert mit der Länge.





green-news.eu:
Auf den Punkt gebracht, hieße das doch „No lag – no Fun ?“

Interview mit Manfred Stölting von GOLFselectManfred Stölting: Das kann man sehr gut so auf den Punkt bringen. Vereinfacht ausgedrückt geht es darum, Lag zu erzeugen und diesen Lag – durch das nach oben gebeugte rechte Handgelenk im Abschwung bis zum Release - Punkt zu halten und erst dann – nicht früher und nicht später - das gebeugte Handgelenk sich strecken zu lassen bis zum Impact. Nur hier - und nirgendwo anders – liegt in Verbindung mit der Pendelbewegung des linken Armes - die wahre Kraftquelle für die Beschleunigung Schlägerkopfes.






green-news.eu:  Und welche Bedeutung hat  dabei der Körper?

Interview mit Manfred Stölting von GOLFselectManfred Stölting: Die Bedeutung des Einsatzes des Körpers im Golfschwung wird meistens gewaltig überschätzt und führt fast immer dazu, den Schwung zu ruinieren. Am besten, man befiehlt ihm, NICHTS zu tun! Er sollte einfach natürlich auf die Bewegungen der Arme und Hände reagieren. Alle anderen Bewegungen sind zur Erzeugung von mehr Schlägerkopfgeschwindigkeit – zumindest für Amateure - wenig ergiebig. Insbesondere auch wegen der erhöhten Schwierigkeit der Koordinierung all dieser Bewegungen. Dem Körper auch nur eine andere Aufgabe zuzuteilen als die, „den Armen aus dem Weg zu gehen“, war bereits schon Mitte des letzten Jahrhunderts Postulat des legendären englischen Golflehrers Leslie King. Und wenn man dazu noch glaubt – und die meisten Amateure erleben das permanent - „die starke rechte Hand“ so einfach als Kraftspender mit einzusetzen, dann ist man endgültig im Dschungel gelandet. Große Kraftanstrengungen haben im Golf also nichts zu suchen. Sie ruinieren die Koordination und den Schwung. Was nun in GOLFselect Workshops klar vermittelt wird, ist das Wissen um einen soliden Golfschlag und die wahren Kraftquellen: Die präzisen Abläufe von der Ballansprache über den Aufschwung, die Einleitung des Abschwungs (Transition) und über den (Power -) Release zum Impact und darüber hinaus (Followthrough). Das alles wird vermittelt und spielerisch mit eingänglichen Trainingshilfen verständlich gemacht.

Interview mit Manfred Stölting von GOLFselect

green-news.eu: Das klingt wirklich nach Power - ist der Kurs denn eigentlich doch mehr etwas für die jüngere Generation?

Manfred Stölting: Ich meine nein, ich kenne zumindest keinen Golfspieler über 50, der nicht gerne ein paar Meter weiter driven oder gelassener mit einem mittleren Eisen das Grün angreifen möchte. Dazu ist zwar ein gewisses Maß an Power schon notwendig. Allerdings verstehen wir Power im Golfschwung nicht als hemmungslosen Einsatz von Kraft. Vielmehr als das Maß für die Beschleunigung des Schlägers / Schlägerkopfes, das für den jeweiligen Schlag benötigt wird.

Interview mit Manfred Stölting von GOLFselect

green-news.eu:  So wird Power in Ihrem Sinne bereits schon gebraucht für einen soliden Ballkontakt bei einem kleinen Chip?

Golfschlag von Erni ElsManfred Stölting: Richtig, zwar weniger als beim Drive aber im Kleinen genau so generiert. Ungebremster Einsatz von Power ist sinnlos. Power braucht neben dem Maß oder der Dosierung auch immer eine Zielrichtung und – wie schon erwähnt - ein Timing. Wie sonst schlagen schmächtige Ladies den Ball oft viel weiter als männliche Athleten? Und wieso sieht ein Golfschlag von Erni Els so leicht und flüssig aus? Und trotzdem erzeugt er die notwendige Schlägerkopfgeschwindigkeit,
um einen Drive von 300m zu schlagen. Länge ist also keine Hexerei, sondern Technik.

green-news.eu:  Das klingt ja so, als wäre ein GOLFselect Workshop die ideale Antwort auf das Problem nachlassender oder zu geringer Schlaglänge?

Manfred Stölting: Ganz sicher ja, insbesondere bei Golfspielern der Generation 50 Plus. Es gibt keinen Grund, sich damit abzufinden. Und zu wissen, wie „Power“ im Golfschlag erzeugt wird, gibt bei allen Schlägen mehr Selbstvertrauen.

green-news.eu: Und ohne das Wissen, wie wirklich Power erzeugt wird, kann Golf sogar gesundheitsschädlich sein?

Interview mit Manfred Stölting von GOLFselect Manfred Stölting: Das kann man durchaus nachvollziehen. Die Mobilisierung einer vermeintlichen Kraftquelle – z.B. das typische Hineinwerfen des Rumpfes nach vorne, Verdrehungen, Verschiebungen oder das weit verbreitete Forcieren des „starken“ rechten Armes - bewirken genau das Gegenteil von mehr Power. Sie ruinieren nicht nur jeden Schwung sondern führen nicht selten auch zu körperlichen Schäden an Händen, Armen (Golferarm, Tennisarm), Schulter oder Rücken. Das ist ein wesentlicher Grund, sich besonders im Golfalter über 50 mit Techniken vertraut zu machen, die einem das Golferleben erleichtern, einen gesund halten und zu erheblich mehr Freude am Golf führen. Im Übrigen arbeiten wir auch mit Pros zusammen, die eine Zusatzausbildung als Heath Pro haben und sofort erkennen, ob ein Schwung weh tut (oder wehtun muss) oder belastet und schnellstens der Korrektur bedarf.

Interview mit Manfred Stölting von GOLFselect


green-news.eu: Welche Voraussetzung sollte ein Teilnehmer mitbringen, um von einem GOLFselect Workshop richtig zu profitieren?

Manfred Stölting: Workshops finden in aller Regel in kleinen Gruppen bis zu maximal 6 Personen statt. Hier ist es durchaus üblich, Hcps von - 40 bis einstellig zu haben. Jeder lernt von jedem und erfährt vom Pro eine ganz individuelle Betreuung. Dazu kommt die typische Workshop - Atmosphäre, wo jeder mit jedem arbeitet. Reine Golfanfänger sollten allerdings noch warten.

green-news.eu:  Wer führt diese Workshops durch und wie laufen sie ab.

Manfred StöltingManfred Stölting: GOLFselect Workshops werden durchgeführt von hoch qualifizierten PGA Professionals an deren Standorten. Mit Ihnen zusammen entstand ein 7-stündiges Programm verteilt auf drei Tage, gespickt mit vielen praktischen Übungen. Jeweils abgestimmt auf die individuellen golferischen Kenntnisse und Spielstärke wird der Teilnehmer zunächst in die Basics eines Golf Golfschwung eingeführt, um ihn dann gezielt mit der Technik vertraut zu machen, die zu einem soliden und professionellen Golfschlag führt. So lernt er die wahren Kraftquellen im Golf kennen und sie richtig einzusetzen. Dabei ist es nicht allein das Ziel, länger zu werden, sondern auch das kurze Spiel sicherer zu machen, sein gesamtes Golf vom Chip bis zum Drive zu verbessern. Beide Teile, Basics (Grundlagen – Training) und Spezielle Übungen für die Erzeugung der Power (lag, release und timing) sind feste Säulen eines Workshops. Der eine Teil bringt Ordnung in den Schwung – der andere den Unterschied…
 
green-news.eu:  Wo finden denn die Workshops statt?


Manfred Stölting: Die derzeitigen ständigen Workshop Standorte sind Tutzing, Lechbruck im Allgäu, Salzburg und München. Hier finden die Workshops von April bis Oktober statt. Im Oktober und November werden dazu Workshops in Norditalien durchgeführt. Während der Wintermonate Februar und März werden weitere Ziele in Südeuropa ausgesucht. 


Interview mit Manfred Stölting von GOLFselect
 
 www.golf-select.com.

 

 

Fotos: Golfseletk