Mit Kussmund von Grönland bis Singapur
Das Konzept war bahnbrechend, viele traditionelle Kreuzfahrtbräuche gingen damit über Bord: 1996 ließ die Deutsche Seereederei in Rostock mit ihrer ersten „AIDA“ das Prinzip Ferienclub zu Wasser – ohne Dresscode, Captain’s Dinner, feste Essenszeiten und angestammte Plätze im Restaurant, dafür mit opulentem Sport- und Wellness-Programm, lockeren Animateuren, unkompliziertem „Du“ und buntem Angebot für Kinder jeden Alters.
Der Slogan „Kreuzfahrt war gestern. Clubschiff ist heute“ erwärmte eine ganz neue Klientel – junge Leute und Familien – für eine Urlaubsform, die ihr bis dahin als steif, langweilig, altmodisch und kostspielig galt. Ein lächelnder roter Mund am Schiffsbug und ein nicht minder strahlendes Augenpaar am Rumpf gaben der überaus erfolgreichen AIDA-Idee ein unverwechselbares Gesicht. Und heute, ein Dutzend Jahre später, kreuzen bereits sechs dieser fröhlichen Schiffe über die Weltmeere. AIDA Cruises, mit Sitz in Rostock, gehört inzwischen zur italienischen Costa-Gruppe und die wiederum dem US-Giganten Carnival Cruise Lines.
Die „AIDAaura“, die Hamburg abermals in dieser Saison zum Ausgangspunkt für ihre Nordeuropa-Reisen auserkoren hat und zwischen April und August elfmal hier Station macht, zählt zur zweiten Generation der Clubschiffe. Wie ihre Zwillingsschwester „vita“ wurde sie auf der Aker MTW Werft in Wismar gebaut (Kaufpreis: 180 Millionen Euro) und bietet maximal 1266 Passagieren in 633 Kabinen Unterkunft; sie verteilen sich auf vier Decks, zwei Drittel sind außen gelegen. Während der Prototyp, die „cara“ von 1996, noch ganz ohne Balkone daherkam und erst 2005 nachgerüstet wurde, genießen die „aura“-Gäste in 60 Zweitbett-Außenkabinen (17,5 Quadratmeter) auf Deck 7 einen Freisitz, die beiden etwa doppelt so großen Premium-Suiten ganz vorn bieten gar den Luxus eines privaten Sonnendecks von je 25 Quadratmetern. Leichte Korbmöbel und frische Farben – maigrün, sonnengelb, orange und meeresblau – verbreiten Ferienstimmung, über den Betten schwebt ein bunt gemusterter Baldachin.
Für Familien gibt es 27 Doppelkabinen mit Verbindungstür, in 94 Räumen auf Deck 6 stehen vier Betten bereit. Dort ist achtern auch der großzügige „Kids Club“ mit eigenem Außenbereich und Pool untergebracht. Kinder ab drei Jahren werden auf allen AIDA-Schiffen vorzüglich nach ihren Bedürfnissen in drei Altersgruppen betreut, Teens bekommen ein spezielles Programm – es herrscht Feriencamp-Atmosphäre. Gemeinsam mit dem Küchenchef stellen die jungen Gäste ihren eigenen Speiseplan zusammen, sie sind sogar zum Plätzchen backen in der Bordküche willkommen. Wer seine Kinder – etwa auch während der Exkursionen, eines Golfturniers an Land, einer Mountainbike-Tour oder eines Tauchgangs – gut beschäftigt weiß, dem fällt es umso leichter, seine eigene Seele baumeln zu lassen.
Reichlich Raum und Möglichkeiten
Und dazu gibt es auf der „AIDA aura“ reichlich Raum und Möglichkeiten: 3450 Quadratmeter Sonnenfläche unter freiem Himmel laden zum Faulenzen ein, ein kleines Areal ganz oben ist für FKK-Fans reserviert. Der exzellente Wellness-Bereich (1100 Quadratmeter) auf Deck 11 lässt kaum einen Wunsch offen. Aus zwei Saunen blickt man durch Glaswände auf das Meer, es gibt Dampfbäder, Eiswände dienen der Abkühlung, vielerlei Massagen und Anwendungen stehen zur Auswahl, unter der gelb-weiß-gestreiften Markise im Ruheraum geraten die Gäste auf bequemen Liegen ins Träumen. Das Spa- wie auch das Sport-Angebot der AIDA-Flotte ist in der Fülle einzigartig: Golf (Putting Green, Abschlag, Simulator), Basketball- und Volleyball-Feld, Jogging-Pfad, Pool-Landschaft, Verleih von Mountainbikes und Tauch-Equipment, moderne Fitnessgeräte – ein Dorado für Bewegungshungrige.
Doch auch Genussmenschen kommen auf ihre Kosten
Zwei großzügige Büffet-Restaurants bieten nahezu rund um die Uhr abwechslungsreiche Speisen an, die Gäste essen, wo, wann und mit wem sie wollen, Kommunikation wird überall an Bord
großgeschrieben. Intimere Atmosphäre und Gourmet-Menüs offeriert das Restaurant „Rossini“ (gegen Aufpreis). Fünf Bars verführen zum Smalltalk, Flirten und Tanzen. Auch hier wartet die „aura“ mit Superlativen auf: Die sternförmige „AIDA Bar“, pulsierendes Herz des Schiffes, hat einen der längsten Tresen auf See – 56 gezackte Meter.
Diesen Artikel finden Sie im "Cruise Liner in Hamburg 2009". Weitere Reportagen finden Sie im aktuellen Jahrbuch 2010.
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Das nächste Jahrbuch erscheint im Februar 2011.
www.cruise-liner-in-hamburg.de
Cruise Liner in Hamburg:
Ein Heft, das süchtig nach Meer macht. Welt am Sonntag, am 26.04.09
Kreuzfahrt-Jahrbuch eröffnet die Saison der Traumschiffe. Die Welt, am 29.04.10
Auch Hamburger Hotels legen das Buch zur Freude ihrer Gäste in den Zimmern aus.
Text: Susanne Opatz
Fotos: Werner Wassmann; AIDA Cruises
Quelle: Cruise Liner in Hamburg

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Termin:
08.10.2011 - 06.11.2011
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