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News: PGA of Germany

03.05.2010 / Einstieg ins Berufsleben
PGA feiert 43 erfolgreiche Absolventen
Wenn dieser Tage die Golfsaison 2010 so richtig in Schwung kommt, dann hat das für 43 Golflehrer der PGA of Germany eine ganz besondere Bedeutung.

 


Sie absolvierten im vergangenen Herbst beziehungsweise im Frühjahr mit Erfolg ihre Abschlussprüfungen und stehen nun vor ihrer ersten Saison als fully qualified PGA Golfprofessionals.




Blitzlichtgewitter, minutenlanger Applaus und eine ausgelassene Feier bis zum frühen Morgen: Im Rahmen der PGA-Gala 2010 in Bad Kissingen erhielten die erfolgreichen Absolventen ihre Zeugnisse. 27 hatten die Prüfungen bereits im Herbst mit Erfolg abgelegt, 16 zogen im Frühjahr nach, als sie im Hartl Resort Bad Griesbach bewiesen, dass sie in Theorie und Praxis gleichermaßen hervorragend geschult und bestens vorbereitet aufs Berufsleben als PGA Golf-professional sind. Novum: Erstmals schlossen nicht nur die Azubis ab, die drei Jahre lang in Vollzeit-Ausbildung gelernt hatten, wie man lehrt, sondern auch die Absolventen der so genannten Zweitausbildung. Seiteneinsteiger, die schon über eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein abgeschlossenes Studium verfügen. Ihre Ausbildung dauerte zwar ebenso drei Jahre, und sie mussten wie alle Azubis 500 Unterrichtseinheiten in Blockseminaren besuchen. Die praktische Schulung in einem Club aber umfasste nur sechs Monate.

Iris Troitsch und Benjamin Schlichting

Was für eine erfolgreiche Abschlussprüfung aber ganz offensichtlich kein Nachteil ist: Die beste Absolventin des Jahrgangs 2009/2010, Iris Troitsch aus Hamburg, erreichte ihr Zertifikat über die Zweitausbildung. Mit einem Notenschnitt von 1,58 gelang der 37-Jährigen ein überragendes Ergebnis – das Zweitbeste in der Geschichte der PGA of Germany. Iris Troitsch ist eine Spätberufene im Golf. Als Jugendliche betrieb sie Eiskunstlauf auf Leistungssport-Niveau, doch ihre Platzreife machte sie erst 1999 im GC Ostfriesland. Ihr Wirtschaftsstudium schloss sie nach sieben Semestern als Jahrgangs-Beste ab, startete danach durch bis in die Führungsetage des RWE-Konzerns. „Wenn ich etwas mache, dann mache ich es richtig“, beschreibt Iris Troitsch ihr Lebensmotto.

 


Doch Golf ließ sie nicht mehr los. Und irgendwann stellte sie fest: „Golfen macht mir mehr Spaß als alles andere.“ Denn auch da stellten sich inzwischen Erfolge ein. 2003 war sie Clubmeisterin im GC Hösel, 2006 hatte sie Handicap 6,4 erreicht – Voraussetzung, um die Ausbildung zum PGA Golfprofessional zu beginnen. Das tat sie dann auch im Frühjahr 2007. Kündigte als Leiterin Brand Communications bei RWE, meldete sich für die PGA-Zweitausbildung an und absolvierte im Frühjahr 2008 ihr sechsmonatiges Praktikum bei Ralf Pütter im Bochumer GC. Spätestens ab diesem Zeitpunkt war die Ausbildung „ein Fulltime-Job“, wie sie sagt. Vor allem auch die Arbeit am eigenen Spiel nahm viel Zeit in Anspruch. Den Playing Ability Test, den Nachweis, 36 Löcher maximal 12 über Par spielen zu können, bestand sie im dritten Anlauf – nach intensivem Training.

Inzwischen hat sie sich für eine Karriere als PGA Golfprofessional entschieden: „Ich möchte drei Tage die Woche teachen, in der übrigen Zeit würde ich sehr gerne Beratung im Golfbereich machen oder Bücher schreiben.“


Benjamin Schlichting und Christoph Herrmann
 

Für Benjamin Schlichting war der Playing Ability Test die kleinste Hürde auf dem Weg zum Abschlusszeugnis. Der ehemalige Spieler des GOLF TEAM GERMANY und mehrfache Turniersieger – unter anderem auf der EPD Tour – bewies aber auch in allen anderen Bereichen hervorragendes Können. Mit einer Abschlussnote von 1,86 gelang ihm die zweitbeste Prüfung. Das Thema eigenes Spiel, versichert der Kölner, sei „komplett beendet“. Sein Ziel ist nun die Karriere als Teacher. Nach der dreijährigen Vollzeit-Ausbildung bei Günter Kessler im GC Hummelbachaue, dem PGA Teacher of the Year der vergangenen vier Jahre, scheint auch er bestens gerüstet. „Ich habe noch bei keinem anderen Trainer so viel Hintergrundwissen erlebt wie bei Günter Kessler. Bei ihm ist alles schlüssig, alles passt ineinander“, so Schlichting. Das eigene hohe Spielniveau erleichtere sicher auch so manche Unterrichtsstunde. Doch letztlich käme es vor allem darauf an, „das eigene Wissen so zu vermitteln, dass der Schüler etwas damit anfangen kann“. Das erst mache die Qualität guten Coachings und Unterrichts aus.
Eine Erkenntnis, die auch Gerd Hoffmann unterstreicht, mit 57 Jahren der bis dato älteste erfolgreiche Absolvent. Er lernte drei Jahre lang bei Glen Hutcheson im GC Taunus Weilrod. Ursprünglich im Tennis zuhause – dort war er selbst Trainer-Ausbilder – wechselte Hoffmann vor 15 Jahren nach einem Bandscheibenvorfall zum Golf. Den Playing Ability Test bestand er auf Anhieb, und die gesamte Ausbildung betrieb er mit Akribie: Zwar ist er als Absolvent des Jahrgangs 2009/2010 Berufseinsteiger, doch schon während der dreijährigen Lehrzeit absolvierte er insgesamt 24 PGA-Fortbildungsseminare. Neben dem Abschlusszeugnis konnte er in Bad Kissingen dadurch auch das Zertifikat PGA Health Pro entgegen nehmen. „Ich möchte sehr breites Wissen ansammeln“, so Hoffmann. Denn umso mehr der Lehrer selbst wisse, umso breiter sei seine Grundlage für erfolgreichen Golfunterricht auf höchstem Niveau.

Wer sich selbst für eine Ausbildung als PGA Golfprofessional interessiert, findet alle relevanten Informationen unter www.pga.de

 




 

 

 



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