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Turniere: Solheim Cup 2011

Solheim Cup in Irland
Die besten Proetten in Killeen Castle
In Killeen Castle treffen sich 2011 die besten Proetten aus Europa und den Vereinigten Staaten.


Der Solheim Cup
wurde 1990 erstmals auf Anregung von Karsten Solheim ausgetragen und trägt seitdem den Namen des Pokalstifters. Solheim, der Gründer der Firma Karsten Manufacturing und Hersteller derPing-Golfschläger, wollte den besten weiblichen Golfprofis („Proetten“) aus Europa und denVereinigten Staaten die Möglichkeit zu einem Vergleichskampf geben – analog zum populären Ryder Cup der männlichen Kollegen.


Austragungsorte und Termine
Der Solheim Cup wird alle zwei Jahre – jeweils abwechselnd in Europa und den USA - ausgetragen. Nach dem Terroranschlag auf das New Yorker World Trade Center am 9. September 2001 und der daraus resultierenden Verschiebung des Ryder Cups auf das Jahr 2002, wechselte der Solheim Cup ab 2003 auf ungerade Jahreszahlen. Der nächste Solheim Cup findet vom 23. bis 25. September 2011 im Killeen Castle, County Meath, in Irland statt. Danach ist der Colorado Golf Club in Parker/Colorado 2013 nächster Gastgeber.

killeen castle irland

Killeen Castle

 

Modus
Beiden Teams gehören jeweils zwölf Spielerinnen an. Es werden wie im Ryder Cup insgesamt 28 Matches gespielt. An den ersten beiden Tagen werden jeweils vier „Klassische Vierer“ (beide Spieler schlagen abwechselnd einen Ball) und vier „Bestball-Matches“ (das bessere Ergebnis eines der beiden Spieler zählt) im Lochspiel ausgetragen. Am Schlusstag finden zwölf Lochspiel-Einzel statt. Jedes Team wird von einem Kapitän angeführt. Dies sind in der Regel ehemalige Proetten mit Erfahrung als Spielerin im Solheim Cup, die nach dem Ende ihrer Karriere diese ehrenvolle Aufgabe übernehmen.
 

Die Kapitäne für 2011
Europa: Zum zweiten Mal nach 2009 führt die Engländerin Alison Nicholas (geb. am 6. März 1962 in Gibraltar) das Team. In ihrer Profikarriere (1984 bis 2004) gewann sie 14 Mal auf der LET, darunter 1987 die Women’s British Open sowie vier Mal auf der LPGA Tour, darunter 1997 die US Women’s Open – und das, obwohl sie erst im Alter von 17 Jahren mit dem Golfspiel begann. Von 1990 bis 2000 spielte sie bei allen Austragungen für die Europa-Auswahl. 2003 und 2005 war sie Assistentin des schwedischen Kapitäns Catrin Nilsmark. Alison Nicholas arbeitet überwiegend als Golflehrerin und lebt in Birmingham/England. 

USA: Rosie Jones (geb. am 13. November 1959 in Santa Ana/Kalifornien), die insgesamt sieben Mal für das Team der USA spielte, ist erstmals Kapitän des Teams USA. Sie gewann in ihrer Karriere insgesamt 13 Mal auf der LPGA Tour. Sie beendete ihre Profilaufbahn im Jahre 2006 und arbeitet als Kommentatorin für den amerikanischen „Golf Channel“. Außerdem organisiert sie mit ihrem Unternehmen Rosie Jones Golf Getaways Golfreisen – selbstverständlich auch nach Irland. Sie lebt in Atlanta/Georgia.

 

Qualifikation für die Teams:
Europa: Für die Europa-Auswahl sind nur Spielerinnen startberechtigt, die Staatsbürger eines europäischen Landes sind. Es qualifizieren sich die besten vier Spielerinnen der Ladies European Tour (LET) Solheim-Rangliste. Für diese Rangliste zählt jeder bei LETTurnieren, die weniger als 750.000 Euro Preisgeld ausloben, gewonnene Euro einen Punkt. Bei den vier „Majors“ (Women’s British Open, US Women’s Open, Kraft Nabisco Championship und LPGA Championship) so wie bei Turnieren mit mehr als 750.000 Euro Preisgeld wird jeder gewonnene Euro mit dem Faktor 1,5 multipliziert. Alle Turniere, die nach dem Finnair Ladies Masters (28. – 30. August 2009) ausgetragen wurden und werden, zählen bis zu einem Zeitpunkt, den die LET nach Veröffentlichung des Terminkalenders 2011 bekannt geben wird, für diese Wertung. Außerdem qualifizieren sich die vier in der Weltrangliste am höchsten eingestuften Spielerinnen, die nicht über die Solheim-Rangliste in die Mannschaft kommen. Außerdem kann der Kapitän vier Spielerinnen nach eigenem Gusto benennen, die so genannten „captain’s picks“.

USA: Das amerikanische Team wird nach einem Punktsystem zusammengestellt. Danach erhalten Spielerinnen nur für Platzierungen unter den Top 20 von LPGA-Turnieren Punkte. Die Qualifikationsperiode läuft vom 30. August 2010 bis zum Safeway Classic 2011 presented by Coca Cola. 2010 werden weniger Punkte vergeben, z. B. 40 statt 60 für einen Sieg wie 2011. Die vier „Majors“ der LPGA (Women’s British Open, US Women’s Open, Kraft Nabisco Championship und LPGA Championship) vergeben die meisten Punkte. Die zehn Spielerinnen mit der höchsten Punktzahl sind für das Team qualifiziert. Der amerikanische Kapitän verfügt nur über zwei „captain’s picks“.

Portmarnock

Portmarnock


Bisherige Ergebnisse:
Die USA führen mit 8:3-Siegen und sind bei Heimspielen ungeschlagen. Die drei europäischen Erfolge gelangen 1992 in Dalmahoy Castle, Edinburgh/Schottland, 2000 in Loch Lomond/Schottland und 2003 in Bärseback/Schweden. Die letzten drei Wettbewerbe  gewannen die USA.

Rekordspielerin:
Als einzige Spielerin nahm die Engländerin Laura Davies (geb. 10. März 1963) an allen 11 bisherigen Solheim Cups teil.

Deutsche Teilnehmerinnen:
Bisher konnten sich nur zwei deutsche Proetten für die Europa-Auswahl qualifizieren: 2003 Elisabeth Esterl (Dingolfing) und 2007 Bettina Hauert (Hagen). Derzeit hat Anja Monke (Hannover) gute Chancen, sich für die Europa-Auswahl zu qualifizieren.

 

 

 

 

 

 

Quelle und Fotos: Scheffler PR und Tourism Ireland Golf