Paul Archbold  Copyright Michael Fahrig12.10.2019 / Deutsche Golflehrermeister 2019
Paul Archbold macht das Double perfekt
Er ist eine Klasse für sich: Paul Archbold, Director of Golf des Golf- und Country Club Seddiner See, ist der Deutsche Golflehrermeister 2019.


Bei der German PGA Teachers Championship auf den Plätzen von WINSTONgolf in Gneven setzte sich der 51-jährige Australier in der Konkurrenz der Herren souverän durch. Nach 54 Löchern hatte er mit gesamt 5 unter Par fünf Schläge Vorsprung vor Marcel Haremza und Thomas Gögele. Das Turnier der Damen entschied die Hamburgerin Esther Poburski für sich, bei den Senioren setzte sich der Engländer David Britten vom GC An der Pinnau durch.

Paul Archbold Foto c Michael Fahrig
Paul Archbold

Foto c Michael Fahrig

Im Juni hat er bereits die PGA Seniors Championship gewonnen. Nun fügte Paul Archbold, Jahrgang 1968, seiner sportlichen Vita einen weiteren Titel hinzu: Mit Runden von 72, 69 und 70 Schlägen machte der PGA Golfprofessional auf den Plätzen von WINSTONgolf in Mecklenburg-Vorpommern das Double perfekt, siegte souverän in der Herren-Wertung der PGA Teachers Championship 2019 und holte sich zum zweiten Mal nach 2006 den DM-Pokal. Mit einer 72er-Runde auf dem Links-Kurs startete er ins Turnier und legte am zweiten Tag auf dem Open-Platz eine fehlerfreie 69 nach. Mit 3 unter Par übernahm er nach 36 Löchern die Führung vor Dennis Küpper (GC Düsseldorf-Grafenberg/-2) und Thomas Gögele (-1). Dass er am Ende mit fünf Schlägen Vorsprung siegte, lag an seiner Serie exzellenter Golfschläge auf einem ebensolchen Platz.


Archbold spielte die gewaltigen Grüns perfekt an, nutzte seine Birdiechancen mit brillanten Putts auch aus der Distanz und ließ Gögele, der sich als härtester Verfolger zeigte, nie näher als zwei Schläge heran. Dass der sich am Ende Platz 2 doch noch mit Marcel Haremza teilen musste, hatte zwei Gründe: Zum einen verlor Thomas Gögele auf den Löchern 15, 16 und 18 drei Schläge. Zum anderen lochte Haremza an Bahn 18, einem 477 Meter langen Par 5, zum Eagle ein, machte damit seinerseits in letzter Sekunde zwei Schläge gut und sich selbst ebenso wie Thomas Gögele zum Deutschen Vizemeister 2019. Dennis Küpper kam nach einer 75er-Finalrunde als Nummer 4 ins Clubhaus.

 Foto c Michael Fahrig
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„Ich habe in diesem Jahr viel trainiert und bin sehr stolz auf diesen Titel“, so der Champion Paul Archbold. „Es ist phantastisch, dieses Turnier nach so vielen Jahren wieder gewinnen zu können – ich war so oft so nahe dran.“ Seinen Jahrgangs-Kollegen versichert er übrigens: Auf Titeljagd geht er bei der Deutschen Golflehrermeisterschaft auch in den nächsten Jahren in der Herren-Konkurrenz. „So lange ich eine Chance habe, zu gewinnen, werde ich im Feld der Herren an den Abschlag gehen. Ich liebe Golf!“

Bei den Senioren der Ü50-Konkurrenz war in diesem Jahr der Hamburger Oliver Eckstein als Titelverteidiger angetreten, doch diesmal fand er im Engländer David Britten seinen Meister. Mit einer brillanten 69er-Runde am Finaltag und gesamt 2 unter Par (73+72+69) verwies der Golflehrer des GC An der Pinnau Eckstein auf Rang 2 (70+73+72/-1). Der verpasste dabei ein mögliches Stechen durch ein Doppelbogey am letzten Loch. Rang 3 und damit die Bronzemedaille brachte Michael A. McLean aus Kassel (74+68+74/Par) unter Dach und Fach, der mit einer 68er-Runde am zweiten Turniertag auch das beste Resultat des gesamten Turniers unterschrieben hatte.


„Ich habe mich sehr auf dieses Turnier gefreut und mich auch intensiv vorbereitet“, so David Britten. „Dies ist mein erster Sieg bei einer Deutschen Meisterschaft, und er bedeutet mir unheimlich viel.“ Runde 1 auf dem Links-Platz hatte der Brite mit 73 Schlägen bewältigt, dabei zwei Bogeys und ein Birdie auf der „beeindruckenden“ (Britten) Anlage gespielt. In den Durchgängen 2 und 3 stand für die Senioren der Open-Course auf dem Programm, und nun zeigte Britten sein großes Können. „Ich steigere mich im Turnier immer von Runde zu Runde – so war es auch diesmal.“ Bei der 72 am zweiten Tag standen drei Birdies drei Bogeys gegenüber, und die 69er-Finalrunde war geprägt von vier Birdies und nur einem einzigen Bogey an Bahn 18. Und sie war das Ergebnis perfekten Teamworks: Nachdem sein Coach bei der DM so gut spielte, bot sein Jugend-Spitzenspieler Nick Neukirchner, den er seit vielen Jahren als Coach betreut, spontan seine Dienste als Caddie am Finaltag an. Britten: „Das hat wirklich sehr geholfen. Nick hat großen Anteil an diesem Erfolg.“ Ebenso wie die starken Wedges und sicheren Putts des Senioren-Champions, der seit elf Jahren als Golflehrer im GC An der Pinnau arbeitet, und der jetzt erst mal „das tolle Gefühl, Deutscher Meister zu sein“, genießen will.

Ein Gefühl, das sich irgendwann im Laufe des Nachmittags auch bei Esther Poburski manifestierte – allerdings erst eine ganze Weile nach dem letzten Putt. Die Deutsche Vizemeisterin des Vorjahres nämlich war sich „den ganzen Tag über eigentlich sehr sicher, dass ich hier nur um den zweiten Platz spiele“. Mit fünf Schlägen Rückstand auf Jacqueline Dittrich war die Landestrainerin des Hamburger Golf Verbands in die Finalrunde auf den Open-Platz gegangen, hatte da auf den ersten drei Löchern gleich mal drei Bogeys kassiert, und war sich spätestens da „absolut sicher“, auch in diesem Jahr bestenfalls mit der Silbermedaille nach Hause zu fahren. 74 und 83 Schläge hatte sie an den Tagen 1 und 2 unterschrieben, lag damit fünf Zähler hinter Jacqueline Dittrich vom Golfclub Düren (72+80). Vermeintlich härteste Konkurrentin um Platz 2: Christine Germershaus vom GC Düsseldorf-Grafenberg, die nach dem zweiten Turniertag zwei Schläge hinter Poburski rangierte. Mit ihr lieferte sie sich nun in der Schlussrunde ein Duell über 18 Löcher, „ohne groß auf Jacqueline zu achten. Die war irgendwie ganz weit weg und klar vorne für mich“ (Poburski). Was sich am 18. Grün änderte, als Jacqueline Dittrich, die das Turnier 2012 gewinnen konnte, Esther Poburski sehr herzlich zum Turniersieg und damit dem Gewinn der Deutschen Golflehrermeisterschaft 2019 der Damen gratulierte. „Das konnte ich erst mal gar nicht glauben und war völlig überrascht“, so die Siegerin. Doch weil sie selbst am letzten Grün aus sieben Metern zum Birdie eingelocht und Jacqueline Dittrich auf den letzten drei Spielbahnen vier Schläge verloren hatte, durfte Esther Poburski wie schon 2007 den Pokal der Gewinnerin entgegen nehmen. „Ich bin sehr glücklich über diesen Sieg – eine Deutsche Meisterschaft ist immer etwas ganz Besonderes. Zumal auf diesen beiden wirklich großartigen Golfplätzen.“

WINSTONgolf in Gneven nahe Schwerin war erstmals Austragungsort der Deutschen Golflehrermeisterschaft, die in diesem Jahr erstmals von PGA Reisepartner SAM Golftime unterstützt wurde. Sowohl der Links-Course als auch der Open-Platz präsentierten sich gleichermaßen spektakulär wie anspruchsvoll. Das teilweise atemberaubende Layout begeisterte die PGA Golfprofessionals, die sich den Plätzen in den drei Wettbewerben in Rekordzahl stellten: Insgesamt nahmen 156 Mitglieder der PGA of Germany an den drei Turnieren in Gneven teil. Alle Ergebnisse sind unter www.pga.de zu finden, Fotos vom Finaltag gibt es in zwei Alben unter www.facebook.com/PGAGermany

 

 

 

 

 

 

 

 

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